Gewerbeverein Brechen

17.02.2010 DRK-Seniorengruppe „Flotte Spätlese“ ist trittsicher ins Neue Jahr gestartet

Verein: DRK Ortsvereinigung Niederbrechen

Das Thema des letzten DRK-Seniorennachmittages der „Flotten Spätlese“ hat angesprochen, fast 40 Teilnehmer informierten sich zum Thema STURZPRÄVENTION. In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen sowie lyrischen und musikalischen Einlagen bot Magda Jung einen ganz anderen aber hochinteressanten Einblick in etwas, was wir jeden Tag alle in irgendeiner Weise tun – GEHEN.

DRK-Seniorengruppe „Flotte Spätlese“ ist trittsicher ins Neue Jahr gestartet


Das Thema des letzten DRK-Seniorennachmittages der „Flotten Spätlese“ hat angesprochen, fast 40 Teilnehmer informierten sich zum Thema STURZPRÄVENTION.

In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen sowie lyrischen und musikalischen Einlagen bot Magda Jung einen ganz anderen aber hochinteressanten Einblick in etwas, was wir jeden Tag alle in irgendeiner Weise tun – GEHEN.

Als sie vor einigen Jahren auf das Thema gekommen ist und die ersten Schulungen anstanden ging sie ähnlich unbefangen an das Thema heran, wie die meisten der anwesenden Teilnehmer „Was ist das, Hinfallen kann doch jeder“.

Doch der Präventivgedanke, also zu verhindern, dass es passiert, oder zumindest die Sturzfolgen zu minimieren, darum ging es bei diesem hochspannenden Seniorennachmittag.

Denn den ersten Teil hatten die meisten der Teilnehmer schon hinter sich, sie mussten sich durch unebenen und teilweise schnee- oder eisbedeckten Untergrund zum DRK-Heim bewegen.

Den Anfang machte Peter Ehrlich, er informierte über den allgemeinen Bereich. So wies er zum Beispiel auf Stolperfallen im Haushalt hin – vom liegengelassenen Haushaltsgegenstand über Kabel bis zu lose verlegten Bodenbelägen. Die Teilnehmer waren aufmerksam und so war die Überleitung nicht schwer, denn die unzureichend gebundenen Schürsenkeln fielen spontan auf und so konnte das Thema Sehen, welches nämlich in diesem Zusammenhang eines der wichtigsten Sinnesorgane der Fortbewegung und Orientierung ist, galt es näher zu betrachten. Regelmäßige Augenuntersuchungen und altersbedingte Degenerationserkrankungen, die leider oft mit Einschränkungen des Gesichtsfeldes einher gehen wurden beleuchtet, kann doch schon eine übersehene Bodenunebenheit zum Sturz führen. Ferner gilt es – so die Empfehlung – unbedingt auf die Nebenwirkungen der Medikamentation zu achten – Denn das Gleichgewichtsorgan, welches das aufrechte Gehen ermöglicht, wird oftmals durch Schwindel beeinträchtigt. Auch Nahrungsmittelzusätze führen hier zu Sehstörungen und Schwindel, was oft unterschätzt wird.

Ein Sturz ist eine Sache von 1-2 Sekunden, doch das was an Einschränkungen danach folgen kann ist erheblich. Ein Sturz erfolgt unvorbereitet, dass heißt, man wird aus seinem gewohnten Umfeld herausgerissen, der Transport ins Krankenhaus an sich ist schon spannend, die Behandlung ebenfalls. Was ist in der Zeit zuhause mit den geliebten Haustieren oder dem/der Partner/in – im Alter sind derartige Ereignisse eine große Belastung, die vielleicht für einen jungen Menschen einfach weggesteckt oder abgehakt werden. Nach dem Krankenhaus folgt vielleicht noch eine Rehabilitationsmaßnahme, lange Abwesenheitszeiten sind die Folge.

Die Angst, dass es wieder zu einem Sturz kommen könnte, lässt viele Menschen nach einem Sturzereignis vereinsamen, sie vernachlässigen gemeinschaftliche Veranstaltungen, Freundesbesuche, eine Depression im weiteren Krankheitsverlauf nicht unmöglich: Ein Teufelskreis.

Alles zusammen, entstehen erhebliche Kosten, die das Gesundheitssystem – und damit die Bevölkerung tragen muss.

Wieviel einfacherer ist es doch, sich durch Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen ein Stück Wohlbefinden wiederzuholen – Magda Jung wies auf das in diesem Jahr seit 10 Jahren bestehende Angebot der DRK-Seniorengymnastikgruppe „Die Fidelen“ hin, welche immer dienstags ab 15.30 im DRK-Stützpunkt am Festplatz durch Bewegungs- und Kräftigungsübungen schon längst und oft unbemerkt zum Selbstbewusstsein und der Stärkung der Teilnehmer beiträgt.

Magda Jung stellte im zweiten Teil der Veranstaltung die Übungsgeräte zur Schau und auch zum ersten Bekanntmachen zur Verfügung, die bereits heute in den Übungsstunden Verwendung finden. Übungsbälle unterschiedlicher Gewichtsklassen, Thera-Bänder®, Kissen zum Gleichgewichtstraining, Balance-Unterlagen uvam.

So konnten die Teilnehmer in der anschließenden Runde probieren, wie es sich anfühlt, ganz leicht etwas für sich zu tun.

Magda Jung, die als ausgebildete Sturzpräventionstrainerin ihr Wissen gerne weitergab, empfahl den Teilnehmern und Teilnehmern auf dem Nachhauseweg ganz bewusst auf die richtige Gangart zu achten, und die „Hausaufgabe“ für’s nächste Mal war das aufmerksame Überprüfen der heimischen Wohnlandschaft auf mögliche Stolperfallen, denn auch mangelnde Beleuchtung muß heute nicht mehr sein – Peter Ehrlich wies hier auf die stromsparende LED-Lichttechnik hin, die heute für kleines Geld zu haben ist, die den rechten Weg weist. Selbstverständlich ist, daß Geh- und Durchgangswege zu jeder Jahreszeit geräumt und in gutem Zustand sein sollten, um gewisse Gefahren von vornherein auszuschließen.

Marianne Seck, die für das leibliche Wohl der Gäste sorgte, empfahl auch zu prüfen, inwieweit – sofern noch nicht vorhanden – Handläufe in der Wohnung angebracht werden könnten, um zusätzliche Sicherheit zu geben.

Der DRK-Seniorennachmittag der „Flotten Spätlese“ war „mit Sicherheit“ ein Impuls für mehr Augenmerk auf das richtige und sichere Gehen, darin sind sich die Teilnehmer einig und freuen sich schon auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt „Gesellig·informativ·bewegt“ – das Motto des DRK-Seniorennachmittags in Niederbrechen.

Der nächste Seniorennachmittag findet statt am Aschermittwoch, dem 17.02.2010 um 14.30 und behandelt rechtzeitig zum Auslaufen des Winterschlafs das Thema Schlaf. Der Nachmittag mit dem Referenten Dirk Günter steht unter dem Titel „Schlaf das geheimnisvolle Drittel unseres Lebens! Wie finde ich erholsamen Schlaf?“

Weitere Informationen bei Magda Jung 0 64 83 / 80 170 – und im Internet www.DRK-Brechen.dewww.DRK-Brechen.de

zurück

Branchenbuch