Gewerbeverein Brechen

17.02.2010 Ein besonderer Unterrichtstag in der Schule im Emsbachtal

Am 19. und 20. Januar 2010 wurden die beiden vierten Klassen der Schule im Emsbachtal in Niederbrechen von Birgit Willems, Ausbilderin des DRK Kreisverbandes Limburg, besucht. Ein ganzer Vormittag stand unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“.

Ein besonderer Unterrichtstag in der Schule im Emsbachtal in Niederbrechen

Am 19. und 20. Januar 2010 wurden die beiden vierten Klassen der Schule im Emsbachtal in Niederbrechen von Birgit Willems, Ausbilderin des DRK Kreisverbandes Limburg, besucht. Ein ganzer Vormittag stand unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“.

Es wurde an „Hugo“, dem Skelett, erarbeitet, warum Kopfverletzungen und auch Wirbelsäulenverletzungen so gefährlich sind. Die Kinder sahen an Hugo, wie gut ein Helm den Kopf schützen kann. Sie konnten einige Knochen bei sich selbst ertasten und gleichzeitig an Hugo sehen. Und so kam ganz schnell der Gedanke bei den Kindern auf, dass Handgelenks-, Ellenbogen und auch Knieschoner doch sehr wichtige Dinge zum Schutz vor Verletzungen sind. Einige Kinder hatten schon selbst leidvolle und schmerzhafte Erfahrungen mit einigen Verletzungsarten gemacht. Ein wichtiger Unterrichtsteil ist die Erkennung von Gefahren und entsprechende Vorsichtmaßnahmen zur Verhinderung von Unfällen und Verletzungen, dazu gehören neben genannten Schoner und Helm, auch Ranzen als Stolperfallen in Gängen oder achtlos zurück geschobene Stühle, aber auch das Drängeln und Schubsen in Schulbussen, Fußgängerübergänge und auf dem Schulhof.

Die Kinder lernten aber auch, dass man mit ganz wenigen Dingen schon sehr viel Hilfe leisten kann. Es wurde der „HELD“ vorgestellt,
H = Hilfe holen/rufen,
E = ermutigen, trösten, dabei bleiben,
L „ Lebensrettende Sofortmassnahmen und sonstige Hilfsmassnahmen,
D = Decke, zu decken, wärmen.
Schnell hatten die Kinder erkannt, dass von den vier Aufgaben drei schon erledigt werden können, ohne dass man großes Wissen über Erste Hilfe hat. Ein paar Kniffe lernten die Kinder mit der Decke. Sie übten alle mit einer Rettungsdecke, wie man diese ganz einfach unter eine verletzte Person legen kann, dass das auch mit einer Jacke geht, wurde ihnen von Birgit Willems ebenfalls gezeigt.

Einen Notruf absetzen konnten die Kinder alle schon, da erst kurze Zeit vorher die Freiwillige Feuerwehr Niederbrechen mit der Brandschutzerziehung zu Besuch bei ihnen war. Die Kinder lernten, das Kühlen mit kühlem Wasser bei Verletzungen der Knochen, Gelenken und Muskeln, aber auch bei Verbrennungen und Verbrühungen ganz wichtig ist.

Es wurde auch darüber gesprochen, dass Bauchweh nicht nur von zu viel oder falschem Essen kommen kann, sondern auch von Angst. In dem Arbeitsheft, das die Kinder für den Unterricht erhalten hatten, gab es unter anderen Themen auch ein „Angst-Blatt“. Da standen einige Behauptungen drin, die die Kinder ganz schnell als falsch erkannt haben, so z.B. Jungen haben nie Angst oder Schlaue Kinder haben keine Angst. Schnell war klar, dass jeder einmal Angst hat und dass dies gar nicht schlimm ist, sondern ganz normales Gefühl. Man muss es nur erkennen und dann findet sich auch eine Lösung gegen die Angst.

Es wurde auch über Hitzschlag, Sonnenbrand und Unterkühlung gesprochen und bei dem Thema „Wunden „ hatten die Kinder viel Spaß. Nach dem die Kinder erklärt bekamen, was man bei der Versorgung einer Wunde alles beachten muss, ging es los und es wurden die tollsten Verbände angelegt. Zum Schluss stand noch die Bewusstlosigkeit auf dem Programm. Warum diese so gefährlich ist, dass sofort ein Notruf abgesetzt werden muss , die Person in die „Stabile Seitenlage“ gelegt wird und dann mit einer Decke zugedeckt werden soll, wurde erklärt und auch noch von den Kindern geübt.

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